Facebook

Instagram-Account der Stadt Fürstenwalde/Spree

     +++  Trauer um ehemaligen Schulleiter  +++     
     +++  Schulgarten-Pflanzaktion der SJG mit hohem Besuch  +++     
     +++  UPDATE III: Unterstützung  +++     
Teilen auf Facebook   Link verschicken   Druckansicht öffnen
 

Energetische Sanierung Fürstenwalde Süd

Ein Konzept zur umfassenden energetischen Sanierung ...

 

Kontakt

 

Das Bild zeigt auf dem Flächennutzungsplan den Umriss des Untersuchungsgebietes für ein Energetisches Sanierungskonzept "Südliches Fürstenwalde", wie es im Dezember 2019 von den Stadtverordneten beschlossen wurde.... sollte erarbeitet werden, wonach das Untersuchungsgebiet "Südliches Fürstenwalde" hinsichtlich der Entwicklung als CO2-neutrales Modellgebiet zu prüfen war, so lautete der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung im Dezember 2019. 

 

Der Entwurfsvorschlag zum europäischen Green Deal sieht vor, dass der Gebäudebestand insbesondere in der schlechtesten Energieeffizienzklasse verbessert wird. Das bedeutet eine vorgegebene Erhöhung für alle Wohngebäude von der Effizienzklasse G mindestens auf F bis 2030. Betroffen von dieser Vorgabe sind laut Städte- und Gemeindebund  15 % des Gesamtbestandes an Wohngebäuden in Deutschland und hier vor allem der Ein- und Zweifamilienhaussektor. 

 

Stadt Fürstenwalde/Spree
Dezernat 2 - Stadtentwicklung
Am Markt 4
15517 Fürstenwalde/Spree

 

Fachamt:

Amt 21 - Stadtplanung

 

Ergebnisse der Potenzialanalyse

Mit dem Beschluss des Konzeptes zur energetischen Sanierung des Quartiers südliches, welches mit dem Ingenieurbüro seecon im Rahmen des KfW-Programms 432 „Energetische Stadtsanierung“ erarbeitet wurde, erreicht die Stadt Fürstenwalde einen weiteren Schritt bei der Entwicklung eines zukünftigen klimaneutralen Quartiers.
Im ab August 2020 laufenden Prozess konnten im Rahmen der Erstellung des Quartierskonzeptes wichtige Informationen zum Ist-Zustand der Gebäude sowie deren Energieversorgung im Stadtteil Süd erhoben werden. Im Ergebnis liegt der Stadt eine umfangreiche Datenbank an Informationen von rund 2.800 Gebäuden vor. Daraus ableitend, können besonders sanierungsbedürftige Gebiete und die damit verbundenen Sanierungspotenziale der einzelnen Gebäude identifiziert werden. Das gilt sowohl für die privaten Haushalte, Wohnungsunternehmen, Gewerbe und Industrie als auch für die eigenen kommunalen Liegenschaften.
Auch die Nutzung von erneuerbaren Energie kann zukünftig eine zentrale Rolle einnehmen. Im Konzept werden Möglichkeiten einer nachhaltigen Versorgung der Gebäude mit Wärme durch die Sonnenenergie mittels Solarthermie-Anlagen, der Geothermie sowie der Außenluft mittels Wärmepumpen aufgezeigt. Durch den Ausbau von Photovoltaikanlagen werden, neben der Stromversorgung der Gebäude, Optionen einer klimafreundlichen Wärmeversorgung durch den Eigenverbrauch des Photovoltaikstroms aufgezeigt. Weiter ergeben sich aus der Potenzialanalyse Ansätze einer gemeinschaftlichen Wärmeversorgung der Gebäude über Wärmenetze. Der Fokus liegt bei der zentralen Energieerzeugung insbesondere auf der Nutzung industrieller Abwärmequellen.
Im Ergebnis wurden im Rahmen des Konzeptes 16 Maßnahmen erarbeitet, die sich in fünf Handlungsfeldern wiederfinden. In der gemeindlichen Entwicklungsplanung nimmt die klimagerechte Bauleitplanung sowie die Weitergabe von Informationen zum energieeffizienten Bauen und zur Sanierung für Bauherren bzw. Gebäudeeigentümer eine wichtige Rolle ein. Die Stadt möchte mit dem Aufbau eines kommunalen Energiemanagements (KEM) oder der Erstellung eines energetischen Sanierungsfahrplans für die Gebäude auf den eigenen Liegenschaften eine Vorbildfunktion einnehmen und somit die Ertüchtigung der eigenen Gebäude sowie den Ausbau von erneuerbaren Energien kontinuierlich vorantreiben.
 

 

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Zusatzcontent-und-Bilder/Logos/KFW_Fo%CC%88rderbutton_rgb.gifDas Konzept wird gefördert aus dem KfW-Programm 432 - Energetische Stadtsanierung.

Zum Programm informiert auch das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg auf diesen Seiten.

 

 

Eine Präsentation der Ergebnisse stellte das auftragnehmende Büro seecon am 05.10.2021 im Stadtentwicklungsausschuss vor:
 
Die georeferenzierten Ergebnisse können zudem auch im städtischen Geoportal eingesehen werden.
 
der Stadt Fürstenwalde/Spree, Berichtsjahr 2019; erstellt von der Energieagentur | Wirtschaftsförderung Land Brandenburg

 

Beschreibung der städtebaulichen Ausgangssituation

 

Integriertes Quartierskonzept – Ausblick

 

Das Gebiet „Südliches Fürstenwalde“ besteht aus Wohnquartieren mit überwiegend Ein- oder Zweifamilienhäusern, beinhaltet einige Gewerbeimmobilien und wird nach Osten hin von großflächigen Industrie- und Gewerbegebieten flankiert. Vor allem die Metall- und Kunststoffindustrie ist aus energetischer Betrachtung interessant, aber auch das im Quartier ansässige Holzhackschnitzel-Heizkraftwerk in der Luise-Hensel-Straße. Der genaue energetische Zustand, wie Energieversorgung, Wärmeversorgung, Gebäudedämmung und Straßenbeleuchtung des Quartiers muss im Zuge der Konzepterstellung festgestellt werden.

 

Fokus der energetischen Sanierung von Quartieren wie der Reifenwerksiedlung und der "Neuen Spreevorstadt" liegt auf einer autarken und emissionsarmen Energieversorgung sowie der Gesamtverbesserung des Quartiers. Hierzu wird geprüft, ob die Abwärme aus industriellen Prozessen für die Wärmeversorgung des Quartiers genutzt werden kann sowie die Grünflächen ertüchtigt und die Brachflächen wieder nutzbar gemacht werden können, um modellhaft ein Zero-Emission-Quartier für die dort lebende Bevölkerung und die Unternehmen zu entwickeln.

 

 

Damit die schrittweise Umsetzung der Maßnahmen gelingen kann, liegt der Schlüssel in einer Vernetzung mit den Akteuren aus der Energiewirtschaft, der Wohnungswirtschaft sowie dem Landkreis Oder/Spree. Die Erreichung der eigens gesteckten Klimaschutzziele können wiederum nur über die Aktivierung der Bürger*innen gelingen. Dazu sollen zukünftig verstärkt die Aktivitäten der Stadtverwaltung kommuniziert und fortlaufend Informationen zum aktuellen Geschehen rund um den Klimaschutz auf diesen Seiten weitergetragen werden. Zum Beispiel auf der Seite "Klimaschutz".

Für die weitere Umsetzung der Maßnahmen Hauseigentümer*innen und Gebietskörperschaften auf diverse Förderprogramme von Bund und Ländern zurückgreifen. Mit dem weiterführenden Baustein B „Sanierungsmanagement“ aus dem KfW-Programm 432 „Energetische Stadtsanierung“ sollen die Erkenntnisse aus dem Konzept weiter vorangetrieben und einzelne Maßnahmen für die Umsetzung vorbereitet werden.

Die Umsetzung von innovativen Wärmenetzen könnte wiederum über eine Machbarkeitsstudie im Rahmen der Wärmenetzsysteme 4.0 erfolgen. Durch diese und weitere Fördermöglichkeiten spannt der Bund einen Rahmen für den Weg zur Klimaneutralität. Die Stadt Fürstenwalde nimmt sich dieser an und wird mit den Ergebnissen aus dem Konzept Ihre Klimaaktivitäten in den kommenden Jahren weiter fokussieren. 

 

 

 

Beteiligung der Eigentümerinnen und Eigentümer

Ursprünglich war vorgesehen, in mehreren Workshops mit Bürgerinnen und Bürgern die verschiedenen Lösungsansätze für die Energetische Sanierung von bereits bestehenden Gebäuden zu diskutieren und greifbar zu machen. Aufgrund der weltweiten Pandemielage und der damit verbundenen Restriktionen wurden die Inhalte für diese Internetdarstellung aufbereitet. Im Folgenden finden Sie eine umfassende Übersicht zu Finanzierungsmöglichkeiten für Hauseigentümer*innen und Kommune:

 
  Art Antragsteller
Förderprogramm zur Stadt- und Quartiersentwicklung
   

KfW 432: Energetische Stadtsanierung (Zuschuss Klimaschutz und Klima­anpassung im Quartier)

Zuschuss

 

Kommune

 

Förderprogramme zur Gebäude- und Anlageneffizienz
   

KfW 264/464: Kommune - Klimafreundlich bauen und sanieren (Bundesförderung für effiziente Gebäude)

Kredit

 

Kommune

 

KfW 461: Wohngebäude – Haus und Wohnung energieeffizient bauen und sanieren

Zuschuss

 

Privatperson

 

KfW 261, 262: Wohngebäude – Haus und Wohnung energieeffizient bauen und sanieren

Kredit

 

Privatperson

 

BAFA: Sanierung Nichtwohngebäude (Bundesförderung für effiziente Gebäude)

Zuschuss

 

Kommunen, Unternehmen

BAFA: Sanierung Wohngebäude (Bundesförderung für effiziente Gebäude)

Zuschuss

 

Privatperson

 

BAFA: Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft - Zuschuss

Zuschuss

 

Unternehmen

 

KfW 433: Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle

Zuschuss

 

Privatperson

 

KfW 230:  BMU-Umweltinnovationsprogramm

Kredit

Zuschuss

Unternehmen

Kommunen

Förderung zu Beratung
   

BAFA: Energieaudit nach DIN EN 16247 (Bundesförderung für Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme)

Zuschuss Unternehmen

 

BAFA: Energieberatung für Nichtwohngebäude (DIN V 18599) (Bundesförderung für Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme)

Zuschuss

 

Kommunen

Unternehmen

 

BAFA: Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude (Bundesförderung für Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme)

Zuschuss

 

Privatpersonen

 

Förderprogramme zu Energieversorgungssystemen
   
KfW 271, 281: Erneuerbare Energien – Premium

Kredit

Zuschuss

Unternehmen

Kommunen

KfW 295: Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft

Kredit

 

Unternehmen

Kommunen

BAFA: Wärme- und Kältenetze (Kraft-Wärmekopplungs-Gesetz, KWKG)

Zuschuss

 

Unternehmen

Kommunen

BAFA - Wärmenetzsysteme 4.0 (Bundesförderung für effiziente Wärmenetze)

Kredit

Zuschuss

Unternehmen

Kommunen

 

 

Die Förderung von Projekten mit dem Ziel Energieeinsparung und Energieeffizienz ist auch Schwerpunkt des Landes Brandenburg. Die Energieagentur der Wirtschaftsförderung des Landes Brandenburg stellt diese hier ausführlich vor:   Förderberatung | Energieagentur Brandenburg (wfbb.de)

 

 

(zuletzt aktualisiert am 28.02.2022)