Sanierung des Jagdschlosses schon sichtbar: Dachstuhl wird saniert
Meldung aus Fürstenwalde/SpreeDie Sanierung des Jagdschlosses ist schon deutlich sichtbar. Als Erstes wurde noch vor dem Winter ein Schutzdach errichtet, unter dem das Dach des Jagdschlosses zunächst von den Dachziegeln - den historischen Biberschwänzen - befreit wurde. "Das war nötig, weil wir vor dem Winter befürchten mussten, dass Schneemassen das marode Dach zum Einsturz bringen könnten", so Fachbereichsleiter Christfried Tschepe.
Darunter sind nun die teilweise maroden Dachbalken zum Vorschein gekommen. Auch Reste von Birken zeugen davon, dass das Jagdschloss viele Jahre leerstand und langsam verfiel. Beeindruckend sind aber noch heute die massiven Holzbalken, die die ausgeklügelte Dachkonstruktion tragen. Interessant sind auch die besonderen Formate der Ziegelsteine, die beim Bau im 17. Jahrhundert verwendet wurden.
Im Laufe dieses Jahres soll das Dach grundsätzlich saniert werden. "Dazu schreiben wir in Kürze die Zimmermanns- und Dachdeckerarbeiten aus", so Tschepe. Natürlich sollen schließlich auf dem Dach auch wieder die historischen Biberschwänze verlegt werden.
Insgesamt kalkuliert die Stadt für den Wiederaufbau des Jagdschlosses mit rund 7,3 Mio €. 80 Prozent davon sind Fördermittel der EU, 10 Prozent geben Bund und Land und 10 Prozent liegen bei der Stadt Fürstenwalde. 2020 könnten die Arbeiten am Jagdschloss beendet sein.
Fotoserien
Jagdschloss Dach (DO, 08. Februar 2018)

Bauschild
Gesamtansicht mit Schutzdach von der Spreeseite
Eindrucksvolle Dachkonstruktion
Durchblick durch den Dachstuhl
Christfried Tschepe, Fachbereichtsleiter Stadtentwicklung, prüft den Rest eines Dachziegels
Blick vom Baugerüst auf die Spree
Gewaltiger Dachstuhl
Maroder Balken
Wurzeln einer Birke
Eindrucksvolle Ziegel