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Gemeinsam Lösungen gefunden: Einwohnerversammlung zur Verkehrssituation in der Roteichenstraße
Meldung aus Fürstenwalde/SpreeRund 80 Anwohnerinnen und Anwohner der Roteichenstraße folgten in dieser Woche der Einladung der Stadtverwaltung zu einer Einwohnerversammlung, bei der eigentlich zunächst eine eingereichte Petition zum Thema Winterdienst und Straßenreinigung im Mittelpunkt stehen sollte. Dieses Anliegen konnte schnell aufgeklärt werden – und so blieb ausreichend Zeit, sich intensiv mit dem eigentlichen Problem zu befassen, das viele Anlieger seit Jahren beschäftigt: die Verkehrssituation und die Sicherheit in der Roteichenstraße.
Die Straße wurde einst bewusst als verkehrsberuhigter Bereich geplant und gebaut, um den Charakter einer ruhigen Anliegerstraße zu schaffen. In den vergangenen Jahren entwickelte sie sich jedoch zunehmend zu einer stark frequentierten Durchgangsstraße. Die Folge: deutlich überhöhte Geschwindigkeiten, gefährliche Situationen für Radfahrer und Fußgänger sowie zahlreiche Belastungen für die Anwohnerinnen und Anwohner.
Im Rahmen der Versammlung stellte die Stadtverwaltung Auswertungen verschiedener Geschwindigkeitsmessungen vor. Der direkte Vergleich mit anderen verkehrsberuhigten Straßen machte deutlich, dass das Fahrverhalten in der Roteichenstraße erheblich vom eigentlich vorgesehenen Charakter eines verkehrsberuhigten Bereichs abweicht.
Besonders wichtig war an diesem Abend der offene Austausch aller Beteiligten. Gemeinsam mit Bürgermeister, Stadtverwaltung, Vertreterinnen und Vertretern des Straßenverkehrsamtes des Landkreises, der Polizei sowie anwesenden Stadtverordneten wurden verschiedene Lösungsansätze direkt vor Ort diskutiert, auf ihre Umsetzbarkeit geprüft und gemeinsam bewertet.
Schnell wurde dabei deutlich: Eine perfekte Lösung ohne Einschränkungen wird es nicht geben. Wer das Problem grundhaft lösen möchte, muss auch bereit sein, Veränderungen in Kauf zu nehmen.
Als kurzfristige Maßnahme verständigten sich die Anwesenden gemeinsam auf die Aufstellung des Verkehrszeichens „Durchfahrt verboten – Anlieger frei“. Der Vertreter des Straßenverkehrsamtes schätzte eine Umsetzung bis Ende August als realistisch ein.
Darüber hinaus wurde als weiterführende Maßnahme vereinbart, die Roteichenstraße künftig baulich in zwei Bereiche zu teilen – etwa durch eine mobile Schranke oder eine umklappbare Barriere. Ziel ist es, den Durchgangsverkehr dauerhaft zu unterbinden und die Straße wieder zu dem zu machen, was sie ursprünglich sein sollte: ein sicherer verkehrsberuhigter Bereich für die Anwohnerinnen und Anwohner. Die konkrete technische Umsetzung wird nun geprüft. Feuerwehr, Rettungsdienst und die KWU sollen die Barriere im Bedarfsfall weiterhin passieren können.
Die Stadtverwaltung begrüßt ausdrücklich das konstruktive und lösungsorientierte Gespräch und bedankt sich bei allen Beteiligten für die große Unterstützung und den offenen Austausch.
Genau so sollte kommunale Zusammenarbeit funktionieren: Probleme gemeinsam ansprechen, unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und am Ende gemeinsam tragfähige Lösungen entwickeln.