Straßenreinigung in Fürstenwalde neu organisiert

Meldung aus Fürstenwalde/Spree

Die Stadt Fürstenwalde/Spree hat die Straßenreinigung neu geregelt. Ziel ist ein System, das die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger stärker berücksichtigt, Kosten fair verteilt und gleichzeitig für ein gepflegtes Stadtbild sorgt.

Die Stadtverordnetenversammlung hat hierzu am 26. Februar 2026 eine neue Straßenreinigungssatzung beschlossen.


Das Wichtigste auf einen Blick

  • Viele Wohngebiete werden finanziell entlastet, da dort künftig keine städtische Reinigungsgebühr mehr anfällt.

  • Die Stadt konzentriert ihre Reinigung stärker auf Hauptstraßen und die Innenstadt.

  • Klare Reinigungsklassen sorgen für transparente Zuständigkeiten.

  • Reinigungsleistungen werden künftig digital dokumentiert.


Warum wurde das System geändert?

Die Ausweitung der städtischen Straßenreinigung im Jahr 2023 wurde von vielen Bürgerinnen und Bürgern kritisch begleitet. Wir haben diese Rückmeldungen aufgenommen und geprüft, wie Sauberkeit, Kosten und Zuständigkeiten besser ausbalanciert werden können.

Das Ergebnis ist ein neues Modell, das Eigenverantwortung stärkt und gleichzeitig dort intensiver reinigt, wo viele Menschen unterwegs sind.


Die neuen Reinigungsklassen

RK 1 – Wöchentliche Reinigung

Stark genutzte Straßen werden einmal pro Woche maschinell gereinigt. Bei Bedarf können zeitweise Parkverbote eingerichtet werden, damit die Reinigung vollständig erfolgen kann.

RK 2 – Reinigung alle 14 Tage

Für zahlreiche Straßen bleibt eine regelmäßige städtische Reinigung im zweiwöchentlichen Rhythmus bestehen.

RK 3 – City-Standard

Im Innenstadtbereich (begrenzt durch Karl-Marx-Straße, Seelower Straße, Schloßstraße und Dr.-Wilhelm-Külz-Straße) übernimmt die Stadt zusätzlich die komplette manuelle Gehwegreinigung sowie die Beseitigung von Wildwuchs. Ziel ist ein besonders gepflegtes und einladendes Stadtzentrum.


Mehr Transparenz bei der Reinigung

Alle Reinigungsfahrzeuge sind künftig mit GPS-Systemen ausgestattet. Dadurch kann nachvollzogen werden, wann und wo gereinigt wurde. Das schafft Transparenz und erleichtert die Klärung von Bürgeranfragen.


Kosten und Gebühren

Für 2026 rechnet die Stadt mit Aufwendungen von bis zu 1,2 Millionen Euro.

  • 75 % werden über Gebühren für Anlieger finanziert,

  • 25 % übernimmt die Stadt selbst für den allgemeinen Nutzen aller Bürgerinnen und Bürger.

Während im Innenstadtbereich intensiver gereinigt wird, sinken die Kosten für viele Anlieger in Wohngebieten. Die neuen Gebührensätze werden derzeit berechnet.


Unser Ziel

Die neue Straßenreinigung verbindet Bürgerhinweise, wirtschaftliche Verantwortung und ein attraktives Stadtbild. Sie ist das Ergebnis eines intensiven Dialogs zwischen Bürgerschaft, Verwaltung und Politik – mit dem Ziel, dauerhaft praktikable Lösungen für ganz Fürstenwalde zu schaffen.