Zukunftsrat „Unsere Stadt, unser Geld“: Kinder und Jugendliche in neuem Format beteiligt

Meldung aus Fürstenwalde/Spree
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Wie soll das Geld der Stadt ausgegeben werden – und was ist Kindern und Jugendlichen dabei besonders wichtig? Mit diesen Fragen beschäftigten sich bereits im November 2025 insgesamt 35 zufällig ausgewählte Kinder und Jugendliche beim Zukunftsrat „Unsere Stadt, unser Geld“ im Festsaal des Alten Rathauses.

 

Der Zukunftsrat ist ein neues Beteiligungsformat der Stadt Fürstenwalde/Spree für junge Menschen zwischen 10 und 18 Jahren. Die Teilnehmenden wurden per Stichprobenziehung aus dem Melderegister ausgewählt und angeschrieben – ein Ansatz, der bei den Kindern und Jugendlichen sehr positiv aufgenommen wurde. Insgesamt nahmen junge Menschen aus 13 Schulen aller Schultypen teil. Der Altersdurchschnitt lag bei 12 Jahren, rund zwei Drittel der Teilnehmenden waren Mädchen. Vertreten waren Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Stadtteilen, insbesondere aus dem Süden, aber auch aus Nord, Mitte und Trebus.

 

Ziel des Zukunftsrats war es nicht, konkrete Finanzentscheidungen zu treffen, sondern zu vermitteln, wie ein kommunaler Haushalt funktioniert, welche Handlungsspielräume bestehen und wie Interessen von Kindern und Jugendlichen darin sichtbar gemacht werden können. Die jungen Teilnehmenden formulierten Prioritäten und Kriterien, die künftig bei der Mittelverwendung berücksichtigt werden sollen.

 

An diesen Prozess schloss sich am 29. Januar ein Nachbereitungstreffen mit Stadtverordneten an. In einem offenen und respektvollen Austausch erhielten die jungen Menschen Rückmeldungen zu ihren Ideen und Einblicke in politische Entscheidungsprozesse. Dabei wurde transparent dargestellt, welche Vorschläge bereits in den Haushalt 2026 eingeflossen waren, welche weiterverfolgt wurden und welche derzeit nicht umgesetzt werden können. 

 

Anschaulich verdeutlichte das sogenannte „Kuchenmodell“ die begrenzten finanziellen Spielräume. Besonders eindrücklich war die Aussage eines jungen Teilnehmenden, dass durch gegenseitiges Entgegenkommen für alle ein Stück mit „Zuckerguss“ – vielleicht sogar mit „Streuseln“ – erhalten bleiben kann.

„Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche nicht nur ihre Meinung äußern, sondern auch erleben, was danach damit passiert“, betont Elfi Hirsch, Kinder- und Jugendbeauftragte.

 

Der Zukunftsrat zeigt: Kinder- und Jugendbeteiligung ist mehr als eine einmalige Veranstaltung. Als neues Format ist er ein wichtiger Baustein, um junge Perspektiven dauerhaft im kommunalen Alltag zu verankern und gemeinsam Impulse für die Stadtentwicklung zu setzen. Auch wenn mittlerweile die Verwaltung in die Lage geraten ist, ein Haushaltssicherungskonzept erarbeiten zu müssen, bleiben die Perspektiven der Kinder und Jugendlichen von Bedeutung: Ihre Hinweise tragen zum Gesamtbild bei und helfen, den Haushalt – trotz sehr enger finanzieller Rahmenbedingungen – auch im Sinne dieser Interessengruppen weiterzuentwickeln.

 

Kinder- und Jugendbeauftragte – Elfi Hirsch