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Ehrenamtsfest 2025 in Fürstenwalde
Meldung aus Fürstenwalde/SpreeFürstenwalde lebt vom Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger. Am 19. September würdigte Bürgermeister Matthias Rudolph beim Ehrenamtsfest der Caritas all jene, die ihre Zeit, Kraft und Leidenschaft einbringen – sei es in Vereinen, Organisationen oder ganz individuell. „Ehrenamt macht unsere Stadt lebenswerter. Sie tun nicht nur etwas Notwendiges, sondern genau das, was Ihnen wirklich am Herzen liegt“, betonte er und unterstrich damit den unschätzbaren Wert jedes einzelnen Einsatzes.
Gleichzeitig machte der Bürgermeister deutlich, dass Ehrenamt vor Herausforderungen steht: Ab 2026 werden die städtischen Mittel knapper, weshalb das Engagement der Bürgerinnen und Bürger noch wichtiger wird. „Ihr Einsatz ist entscheidend – nicht, weil Ehrenamt staatliche Lücken schließen soll, sondern weil Sie mit Herzblut und Einsatz einen Unterschied machen“, erklärte Rudolph. Dafür braucht es echte Unterstützung. Niemand soll fürs Ehrenamt draufzahlen, das ist klar, aber: „Es ist deutlich zu wenig, wenn die Unterstützung des Ehrenamts auf das Finanzielle reduziert wird – einfach die Aufwandspauschale zu erhöhen, zeigt für mich nicht Wertschätzung, wie sie erwartet werden kann. Ihr Engagement ist unbezahlbar. Es ist kein prekärer Job, sondern Herzenssache. Unsere Aufgabe ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die es Ihnen ermöglichen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, ohne von Bürokratie und Formalien belastet zu werden. Engagement soll Freude machen – nicht stressen.“
Abschließend betonte Rudolph, dass die Verwaltung trotz knapper Mittel aktiv nach Wegen sucht, um Ehrenamt gezielt zu unterstützen und wirksam werden zu lassen. „Ihr Herzblut, Ihr Einsatz und Ihre Leidenschaft machen Fürstenwalde stark. Sie sind es, die unsere Stadt lebendig, solidarisch und lebenswerter machen.“
Die Geehrten 2025
Diese Ehrenamtlichen wurden stellvertretend für alle Aktiven in Fürstenwalde ausgezeichnet – auch für diejenigen, die nicht in Vereinen organisiert sind:
Alexander Wriske – Helfer bei der Tafel der GefAS
Seit drei Jahren leistet er rund 500 Stunden pro Jahr, unterstützt an Wochenenden bei Warensortierung und -annahme und organisiert Veranstaltungen.
Irena Paulick – Beifahrerin bei der Tafel der GefAS
Sie engagiert sich mit 700 Stunden jährlich als Beifahrerin und Ladehelferin, unterstützt sowohl unter der Woche als auch am Wochenende und ist mit ihrem freundlichen Auftreten ein wertvolles Teammitglied.
Elke Margritta Stoll – Integrationskatalysatorin und Deutschlehrerin
Frau Stoll begleitet Migrantinnen zweimal pro Woche beim Deutschlernen, reist dafür aus Hangelsberg an und vermittelt Mut sowie Chancen zur Integration – trotz unterschiedlichster Bildungsniveaus.
Stephan Drexler – Deutschlehrer aus Passion
Er unterstützt Deutschkurse und ein Projekt zur Digitalisierungshilfe, erstellt Lernmaterialien und erklärt selbst komplexe Grammatik geduldig und verständlich.
Gudrun Gernand – Musikalische Begleiterin bei den Samariteranstalten
Seit vielen Jahren bereichert sie Feste und Gottesdienste musikalisch, unterstützt schulnahe Veranstaltungen und bringt durch ihre positive Ausstrahlung Freude in die Gemeinschaft.
Jörg Weituschat – Musikalischer Begleiter bei den Samariteranstalten
Er verschönert Feste, Veranstaltungen und den Alltag im Altenpflegeheim durch sein musikalisches Engagement.
Ines Ressel – Sprachrohr für das Frauenhaus
Frau Ressel organisiert Spendenaktionen, packt Weihnachtsgeschenke liebevoll ein und liefert Sachspenden prompt. Die Mitarbeiterinnen nennen sie „unser gutes Herz“.
Heidemarie Webert-Gertitschke – Gründerin der UNITED dancers
Seit 1974 prägt sie das kulturelle Leben, gründete den Verein UNITED dancers e. V. und unterstützt ihn bis heute ehrenamtlich, vermittelt Tanzleidenschaft und Gemeinschaft.
Mandy Schröder-Grotzsch – Öffentlichkeitsarbeit beim Ambulanten Hospizdienst
Sie engagiert sich in der Öffentlichkeitsarbeit, wirkte aktiv bei der Kinderbuchausstellung mit und zeigt große Einsatzfreude bei allen Begleitungen.
Wolfgang Löchelt – Vorsitzender des Bund der Vertriebenen Kreisverband e. V.
Seit über 30 Jahren aktiv, organisiert Jugendprojekte und engagiert sich für die historische Aufarbeitung europäischer Vertreibungen des Zweiten Weltkriegs.
Monika Bauer – Mitglied der Ortsgruppe der Volkssolidarität
Seit 2015 aktiv, stellvertretende Vorsitzende und leitete 2024 die Ortsgruppe. Sie organisiert Geburtstagsfeiern, wöchentliche Veranstaltungen und Glückwünsche für über 100 Mitglieder.
Hans Hellmuth – Vorstandsvorsitzender des Kammerchors Fürstenwalde/Spree Geschwister Scholl e. V.
Er gestaltete die Reihe „Geschichte, Gedichte, Gesang“, wirkte an einem Buch zum 75. Geburtstag mit und organisierte Chorreisen sowie Verbandsarbeit.