Zum Abschied von Eckhard Fichtmüller - Ehrenbürger der Stadt

Meldung aus Fürstenwalde/Spree
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Tief bewegt nehmen wir Abschied von Eckhard Fichtmüller, einem Menschen, der das öffentliche Leben unserer Stadt über Jahrzehnte hinweg mitgeprägt hat – durch Haltung, Menschlichkeit und unermüdliches Engagement.

 

Eckhard Fichtmüller war Superintendent, Zeitzeuge, ein Mann der Geschichten – und einer, der Geschichte beeinflusst hat. In den bewegten Jahren der politischen Wende war er ein aktiver Gestalter des gesellschaftlichen Umbruchs, der sich mit klarem Kompass und großer Verantwortung einbrachte.

 

Besonders geprägt hat er unsere Stadt durch seinen Einsatz für die Aufarbeitung der Geschichte des Internierungslagers Ketschendorf. Mit großem Engagement und unbeirrbarem Einsatz sorgte er dafür, dass dieses dunkle Kapitel nicht in Vergessenheit gerät. Er legte den Grundstein für eine Erinnerungskultur, die bis heute nachwirkt und das historische Bewusstsein Fürstenwaldes maßgeblich prägt.

 

Für seine Verdienste wurde ihm nicht nur das Bundesverdienstkreuz verliehen, sondern 2015 auch die höchste Auszeichnung der Stadt Fürstenwalde/Spree: die Ehrenbürgerwürde. Eckhard Fichtmüller war ein Mensch, der Haltung zeigte, Verantwortung übernahm und andere mit seiner Überzeugungskraft ebenso wie mit seiner warmherzigen Art bewegte.

 

Mit ihm verlieren wir einen engagierten Bürger, einen kritischen Geist und einen Menschen mit besonderem Feingefühl.

 

Der liebevoll gestaltete Kranz zu seiner Beisetzung ist Zeichen des tiefen Respekts und der Dankbarkeit, die wir ihm entgegenbringen.

Wir werden sein Wirken und sein Andenken in Ehren bewahren.