Der Umzug der Stadtverwaltung - Sorgfalt und Sparsamkeit geht so

Meldung aus Fürstenwalde/Spree
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Die Stadt Fürstenwalde/Spree stellt derzeit die Verwaltungsstrukturen neu auf, um effizienter zu arbeiten und den Haushalt dauerhaft zu entlasten. Dazu gehören zwei zentrale Projekte: der Umzug der Verwaltung in das ehemalige Bonava-Haus 1 und der notwendige Umbau des Bürgerbüros im Rathaus-Center.

 

Finanzielle Einordnung
Für beide Projekte werden rund 1,3 Millionen Euro investiert. Dem stehen dauerhaft sinkende Mietkosten gegenüber: Durch die Aufgabe der bisherigen Verwaltungsflächen spart die Stadt künftig über 750.000 Euro pro Jahr ein. Die Investition amortisiert sich damit innerhalb von etwa zwei Jahren und stärkt danach dauerhaft den Haushalt.

 

Warum die Maßnahmen jetzt notwendig sind
Der Umbau des Bürgerbüros ist kein „Nice-to-have“, sondern zwingend. Vorgaben zu Brandschutz, Datenschutz und Arbeitsschutz können in der bisherigen Struktur nicht erfüllt werden. Zudem wird die Servicequalität verbessert: Zentrale Leistungen bleiben gut erreichbar, und das Angebot wird unter anderem durch die Integration des Standesamtes und des Welcome Centers erweitert. Es sind Investitionen für die Bürgerinnen und Bürger. Nicht nur, dass der Datenschutz endlich gewährleistet werden kann - vertrauliche Gespräche können nicht mehr am Nachbartisch gehört werden, auch werden Abläufe effizienter und es entsteht endlich die räumliche Qualität, die seit Jahren gebraucht wird, für die Fürstenwalderinnen und Fürstenwalder, die Kinder und natürlich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.    

Auch beim Verwaltungsumzug ist es richtig und notwendig, die Maßnahmen jetzt vollständig umzusetzen. Sobald die Mitarbeitenden eingezogen sind, würden spätere Anpassungen erheblich teurer ausfallen. Wer jetzt halbe Lösungen fordert, sorgt in Wahrheit für höhere Folgekosten. Weitsicht ist hier keine Verschwendung, sondern Pflicht.

 

Finanzierung aus dem Investitionshaushalt
Die zusätzlichen Ausgaben sollen aus dem Investitionshaushalt 2025 gedeckt werden. Der Ergebnishaushalt 2026 – aus dem die freiwilligen Leistungen finanziert werden – ist davon nicht betroffen. Die im Zusammenhang genannten Projekte wurden nicht zugunsten des Umzugs verschoben, sondern aus unterschiedlichen Gründen im laufenden Jahr nicht umgesetzt. Einige Beispiele: Die Brandschutzmaßnahme an der Sonnengrundschule wird aufgrund des geplanten Hortneubaus "Abenteuerland", der eine Erweiterung der Schule beinhaltet, nicht weiterverfolgt. Eine Zwischenlösung wäre wirtschaftlich nicht vertretbar, da sie voraussichtlich in zwei Jahren wieder zurückgebaut werden müsste. Die finanziellen Mittel zur energetischen Sanierung der Kulturfabrik waren für ein EU-Förderprogramm, für das wir uns beworben hatten, aber nicht ausgewählt wurden - sie können also nicht genutzt werden (die Kufa wird jetzt schrittweise ertüchtigt). Und die Dachreparatur der Kita Kunterbunt ist beauftragt, diese Mittel standen noch zur Verfügung.

 

Ausblick
Die Neuordnung der Verwaltung schafft langfristige Planungssicherheit, verbessert die Arbeitsbedingungen innerhalb der Verwaltung und stärkt gleichzeitig die Servicequalität für die Bürgerinnen und Bürger. Mit den getroffenen Entscheidungen wird die Grundlage für eine moderne, effiziente und kostengünstige Verwaltung gelegt.

 

Zusätzlich: Wirtschaftsförderung

Mit dem Umzug sichern wir auch den Betriebssitz von Bonava am Gewerbestandort Fürstenwalde und damit erhebliche Gewerbesteuereinnahmen.

 

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