800 Stunden für Fürstenwalde

Eine Stadt funktioniert nicht allein durch Verwaltung oder politische Entscheidungen. Sie lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen, sich engagieren und Gemeinschaft gestalten. Wer gute Entscheidungen treffen will, muss verstehen, was Menschen täglich leisten. Genau darum geht es bei 800 Stunden für Fürstenwalde.

 

Mit dem Projekt „800 Stunden für Fürstenwalde“ verpflichtet sich der Bürgermeister freiwillig dazu, in jedem Jahr seiner Amtszeit 100 Stunden persönlich für gemeinwohlorientierte Aufgaben im Stadtgebiet aktiv mitzuarbeiten.

 

Über eine achtjährige Amtszeit entstehen so insgesamt 800 Stunden unmittelbarer Einsatz für die Stadtgesellschaft.

 

Der Bürgermeister stellt sich dabei bewusst nicht in seiner klassischen Rolle als Verwaltungschef, sondern als Unterstützer zur Verfügung – dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, ehrenamtlich tätig sind oder sich aktiv für das Gemeinwohl einsetzen.


Ziele des Projektes

Mit dem Format werden mehrere Zielsetzungen verfolgt, vorrangig steht jedoch:

  • Ehrenamtliches Engagement öffentlich wertschätzen und sichtbar machen. 

  • Die Vielfalt des gesellschaftlichen Engagements in Fürstenwalde hervorheben.

Weiterführend:

  • Herausforderungen im Alltag von Vereinen, Initiativen und Bürgergruppen unmittelbar kennenlernen

  • direkte Einblicke in die Lebenswirklichkeit verschiedener gesellschaftlicher Gruppen gewinnen

  • ein sichtbares Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen

Gute Entscheidungen entstehen dort, wo man die Realität vor Ort selbst erlebt.

Wer kann sich bewerben?

Bewerben können sich grundsätzlich alle Personen, Gruppen oder Organisationen, die sich für das Gemeinwohl in Fürstenwalde engagieren.

Dazu gehören insbesondere:

  • gemeinnützige Organisationen/eingetragene Vereine

  • soziale Einrichtungen

  • Bürgergruppen

  • Ortsteilinitiativen

  • Sportvereine

  • Kulturvereine

  • Umwelt- und Naturschutzgruppen

  • Senioreninitiativen

  • Schulen und Kindertagesstätten

  • die freiwillige Feuerwehr

  • Bibliothek, Museum oder kulturelle Einrichtungen

  • lose organisierte Bürgergruppen mit einem konkreten gemeinwohlorientierten Projekt

Welche Tätigkeiten sind denkbar?

Der Bürgermeister kann bei sehr unterschiedlichen Aufgaben unterstützen.

Beispiele:

  • Unterstützung bei Vereinsveranstaltungen

  • Mithilfe bei Aufräum- oder Umweltaktionen

  • Begleitung von Nachbarschaftsprojekten

  • Vorlesen in Seniorenheimen oder der Bibliothek

  • Unterstützung bei Sportangeboten oder Trainingsbetrieb

  • praktische Mithilfe bei kulturellen Veranstaltungen

  • Hilfe bei Gemeinschaftsaktionen in Ortsteilen

  • Unterstützung bei sozialen Projekten oder Hilfsangeboten

  • organisatorische Hilfe bei Veranstaltungen oder Vereinsarbeit

Die einzelnen Einsätze sollen grundsätzlich zwischen zwei und acht Stunden dauern, sodass mehrere Einsätze im Jahresverlauf möglich sind.

Ausschlusskriterien

Damit das Projekt glaubwürdig bleibt und die Neutralität des Bürgermeisteramtes gewahrt wird, gelten klare Ausschlusskriterien.

Nicht berücksichtigt werden Anfragen, bei denen:

Ausschließlich wirtschaftliche Interessen verfolgt werden

Kein Einsatz erfolgt bei:

  • Dienstleistungen mit Gewinnerzielungsabsicht, Ausnahmen können mit öffentlichem Interesse begründet werden 

  • Tätigkeiten, die ausschließlich einem wirtschaftlichen Vorteil einzelner Personen oder Unternehmen dienen

Das Projekt dient dem Gemeinwohl und darf keine wirtschaftliche Unterstützung ersetzen.

Parteipolitische oder ideologische Zwecke verfolgt werden

Nicht zulässig sind Einsätze im Zusammenhang mit:

  • Wahlkampfveranstaltungen

  • parteipolitischen Aktionen

  • parteinahen Veranstaltungen mit politischem Kampagnencharakter

  • ideologischen oder extremistischen Gruppierungen

Die politische Neutralität des Bürgermeisteramtes bleibt uneingeschränkt gewahrt.

Private Einzelinteressen im Vordergrund stehen

Nicht möglich sind persönliche Dienstleistungen ohne öffentlichen oder gemeinschaftlichen Bezug

Es muss immer ein erkennbarer gesellschaftlicher Mehrwert bestehen.

Sicherheits- oder Haftungsrisiken bestehen

Ausgeschlossen sind Tätigkeiten mit erhöhtem Gefahrenpotenzial.

Dazu gehören insbesondere:

  • Arbeiten auf Dächern oder Gerüsten

  • Umgang mit gefährlichen Maschinen

  • Tätigkeiten mit erheblichem Unfallrisiko

  • medizinische oder pflegerische Tätigkeiten ohne entsprechende Qualifikation

  • Tätigkeiten mit besonderen versicherungsrechtlichen Risiken

Interessenkonflikte entstehen können

Keine Einsätze erfolgen bei Personen oder Organisationen,

  • die aktuell in laufenden Genehmigungs- oder Verwaltungsverfahren mit der Stadt stehen

  • bei denen der Einsatz zu Befangenheitsfragen führen könnte

  • bei denen persönliche Vorteile gegenüber der Stadt entstehen könnten

Die Unabhängigkeit des Bürgermeisteramtes darf durch das Projekt nicht beeinträchtigt werden.


Bewerbung für das Projekt „800 Stunden für Fürstenwalde“

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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