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Spreeschwimmhalle 2.0

SURF ERA - Abbildung: SURF ERA GmbH

Worum geht es?

Im Frühjahr 2020 hat der Landkreis Oder-Spree potentielle Investoren an die Stadt Fürstenwalde vermittelt. Eirik Randow und Marvin Thams - die Namen der beiden Interessenten - haben Großes vor. Sie wollen die erste überdachte Surf-Anlage in Deutschland bauen. Gemeinsam mit erfahrenen Architekten, Ingenieuren und Finanzierern sind sie zu diesem Zeitpunkt bereits viele Schritte gegangen. Neben Machbarkeitsstudien und Konzeptentwürfen war vor allem die Suche nach dem perfekten Standort das Hauptthema der Investoren. Nachdem über 100 Standorte im Berliner Umfeld in Betracht gezogen wurden, bleiben aktuell zwei Wunschstandorte übrig: Fürstenwalde auf dem Gelände des jetzigen Schwapps und Altlandsberg.


 

 

 

Schwimmhalle 2017 - Bild: Stadt Fürstenwalde/Spree

Situation in Fürstenwalde 2020

 

Zusammenfassung:

Eine Untersuchung zum Sanierungsbedarf der Anlage wird in Auftrag gegeben, an dessen Ende der tatsächliche Umfang des Sanierungsstaus des Schwapps erstmalig mit konkreten Zahlen unterlegt ist. Rund 27 Millionen Euro stehen für eine umfängliche Sanierung im Raum, die das Bad auf einen Stand brächte, der 15 weitere Betriebsjahre zuließe.

Das Schwapp wäre dann immer noch nicht führend oder innovativ, es wäre das gute Alte für die nächsten Jahre.

 

Entwicklung im Überblick:

  • 2018 gab es einen Auftrag an das Schwapp aufzustellen, was die Reparatur der Mängel kosten würde.
  • Daraufhin wurde 2019 ein Gutachten durch die Stadtverordnetenversammlung in Auftrag gegeben.
  • Das Gutachten zeigt einen gravierenden Sanierungsstau auf – bspw. steht Wasser im Estrich, die Lüftungsanlage ist unterdimensioniert, massive Korrosionsschäden sind dokumentiert. Alles in allem wird mit einer Summe von rund 18 Millionen Euro netto alleine für die Sanierung gerechnet. Plus Planungskosten und Mehrwertsteuer liegen die tatsächlichen Kosten dann bei geschätzten 27 Millionen Euro laut unabhängigem Gutachten. Damit sind noch keine neuen, zeitgemäßen Attraktionen oder Verbesserungen angeschafft, sondern allein die Missstände behoben – und niemand weiß, was passiert, wenn das 25-Meter-Stahlbecken entfernt wird.
    • Schließzeit und Teilschließzeit würde sich bei der Sanierung nach diesem Gutachten auf mind. 15 Monate belaufen
  • Vorschläge des damaligen Werksleiters, eigene Schätzungen vorzunehmen und ggf. für die Schwimmhalle den Denkmalschutz zu beantragen, wurden nicht weiter vorangebracht.
  • Beschlossen wurde: Das Gutachten sollte als Grundlage für die erstellung eines Sanierungsplans genommen werden. Das heißt, derzeit muss von rund 27 Millionen Euro Investitionskosten ausgegangen werden, um alles zu sanieren, ohne Neuanschaffungen.
  • Weitere Hürden: Für die Sanierung von Spaßbädern stehen keine Fördermittel zur Verfügung – da das Betreiben von Spaßbädern keine öffentliche Aufgabe ist – im Gegenteil. Der BAu einer Schwimmhalle könnte jedoch Unterstützung finden. Gerade der favorisierte Standort bietet hier aufgrund bestimmter Fördergebietskulissen die bestmöglichen Perspektiven.
Titel Präsentation April 21 Quelle: SURF ERA GmbH

Stadt und Surfanlage

In Fürstenwalde wurden vier Grundstücke den Interessenten vorgestellt, die aufgrund ihrer Größe und der allgemeinen Rahmenbedingungen infrage kamen:

Die Ehrenfried-Jopp-Straße fiel  beispielsweise aufgrund des Zuschnitts aus der Auswahl.

Bei weiteren Grundstücken (Triftstraße und Alte Buchholzer Chaussee) hätten aufwendige Verfahren vor Baubeginn gestanden. Sie sind weder erschlossen, noch für solche Bebauungen beplant. All das kostet nicht nur Zeit. Die Erschließung hätte zudem deutliche finanzielle Mehrbelastung des Verkäufers mit sich gebracht. Zum Teil wären auch mehrere Eigentümer Verhandlungspartner gewesen.

Blieb von den möglichen Kandidaten nur noch das alte „Lacufa-Grundstück“ – der Eigentümer ist jedoch nur zum Verkauf einer Teilfläche bereit. Somit war die Grundstücksgröße nicht mehr ausreichend. Sonst ist das Grundstück jedoch ideal, da voll erschlossen und bereits mit ähnlichen Angeboten in Betrieb.

Erster Gedanke beide Projekte zusammenzubringen kam im Herbst 2020

  • Die SURF ERA passte daraufhin ihr Konzept (zur Präsentation SURF ERA 04_2021) derart an, dass nun ein state-of-the-art Spaßbad integriert ist.
  • Die Frage zum Verbleib der Schwimmhalle blieb
  • Im Februar wurde durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, dass, wenn SURF ERA in Fürstenwalde wahr werden sollte, die Schwimmhalle separat gebaut und durch die Stadt betrieben werden soll, um keine Abhängigkeiten an den Erhalt der SURF ERA zu binden.

Auch wurde im Februar die Unterzeichnung einer Absichtserklärung - Letter of Intent (LOI) - beschlossen. Unter anderem wird darin geregelt, dass die Stadt verschiedene Verfahren anstößt (Entbehrlichkeitsprüfung, Verkehrswertgutachten etc.), das Grundstück keinem anderen Interessenten anbietet und dass diese Vereinbarung KEINE Verpflichtung zur Übertragung des Grundstücks bedeutet – weder für die eine Partei, noch für die andere. Beiden Parteien werden ausdrücklich Rücktrittsrechte eingeräumt. Parallel arbeiten beide, für den Fall, dass es am Ende nicht passt oder von der anderen Seite gewollt wird – an einem "Plan B". Die SURF ERA ist mit Altlandsberg im Gespräch. Die Stadt lässt einen Sanierungsplan für das Schwapp durch Dr. Schieben erstellen, der sich schon für die Sanierung des Reifenwerks verantwortlich zeichnete. In dem LOI ist auch geregelt, dass unverzüglich mit den Vorarbeiten zum Bau einer eigenständigen Schwimmhalle begonnen wird.

Mögliche Aufteilung einer neuen Schwimmhalle Bild: Simply Swimming

Die Spreeschwimmhalle 2.0

Dieser Prozess wurde mit der Standortvorauswahl durch die Stadtverordneten begonnen. Im Ergebnis dieser Standortvorauswahl steht nun eine Option. Diese wird jetzt auf ihre Eignung hin umfassend untersucht. Hierfür werden auch Interessengruppen angehört. Ein wichtiger Faktor, den Standort in der Großen Freizeit zu wählen, liegt im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEK) ab Seite 155 begründet. Hier wurde als Entwicklungsziel festgelegt, dass dieser Bereich zu einem Bildungs- und Freizeitcampus entwickelt und qualifiziert werden soll.

Mögliche Vorteile einer separaten Schwimmhalle:

  • Investitionskosten minimieren sich – Schwimmbad in Fertigteilbauweise in Maximalvariante rund 15 Millionen Euro, inklusive Mehrwertsteuer plus Außenanlagen.
  • Förderungen könnten einbezogen werden.
  • Kann an den Bedarfen der Fürstenwalderinnen und Fürstenwalder angepasst werden (50 Meter-Becken, Barrierefreiheit)
  • Zeitgemäßes Schwimmbad, mit langer Lebensdauer.
  • Schließzeit kann je nach Planungsfortschritt und Variante minimiert, im besten Fall ausgeschlossen werden.
  • Keine weitere Einmischung in den freien Markt.

Nachteile einer separaten Schwimmhalle:

  • Identifizierung mit dem alten Gebäude fehlt.
  • Sport- und Freizeitangebot (Rutschen/Saunapark) wird getrennt.

 

Möglichkeiten des Baus einer Schwimmhalle in Fertigteilbauweise - Simply Swimming

Spreeschwimmhalle Präsentation Arbeitsstand 3. Juni 2021 - mögliche Baukörper in der Umgebung

Schwapp 2019 - Bild: Stadt Fürstenwalde/Spree

Bürgerfragen

Wo sollen unsere Kinder schwimmen lernen?

In der modernen Spreeschwimmhalle 2.0 , die unabhängig vom Erfolg der SURF ERA oder eines Spaßbades ist.

Das Spaßbad lief doch gut, eine separate Schwimmhalle wird doch sicher teurer, wenn die Einnahmen aus dem Spaßbad die Kosten nicht mehr ausgleichen.

Eine moderne Schwimmhalle würde zum Einen weit weniger laufende Kosten verursachen, da hier mit modernen Bauweisen, weit weniger Verbrauch (Strom, Wasser, Wärme) anfällt und diese aus regenerativen Energien gewonnen werden würden. Zum Anderen hat gerade der Spaßbadteil des Schwapps sehr hohe Kosten verursacht und war für die Stadt insgesamt immer ein Verlustgeschäft.

Die Schwimmhalle ist einfach ein Teil der Fürstenwalder Identität. Sie wurde von uns gebaut, gegen massive Wiederstände, für alle Fürstenwalder und deren Kinder und Enkel.

Genau wie jetzt. Das Gleiche wollen wir noch einmal für Fürstenwalde – dass sich alle gemeinsam für ein Projekt stark machen, von dem wir alle dann profitieren, mit einem größeren Angebot, mit höherer Qualität und einer riesigen Aufwertung für den Stadtteil Nord.

Die Belange der Jugendlichen werden nicht gehört – alle Freizeitanlagen werden dem zum Opfer fallen.

Im Gegenteil – hier ist leider nach wie vor sehr viel Falschinformation im Umlauf. Nach jetzigem Stand – noch vor der Beteiligung der Kinder und Jugendlichen – wird weder der Skaterplatz, noch der Basketballcourt und schon gar nicht die Bowlinghalle (ginge auch gar nicht, da das Strikers Privatbesitz ist) wegfallen. Die Spreeschwimmhalle 2.0 soll auf dem Fußballfeld errichtet werden und das mögliche Parkhaus für Schwimmhalle und SURF ERA würde auf dem jetzigen Parkplatz errichtet und aufgrund seiner Geschossigkeit nicht mehr Platz benötigen als heute. Zur besseren Einordnung wurde als Arbeitsgrundlage eine mögliche bauliche Anordnung grafisch visualisiert.

Was passiert mit der Goßmann-Sonne?

Das Gesamtkunstwerk wird sich an der neuen Spreeschwimmhalle wiederfinden, wenn das der maßgebliche Wunsch ist, machen wir es möglich.

Einen Besuch in der SURF ERA für Normalos? Das kann sich doch keiner leisten!

Wie auch jetzt schon im Schwapp, wird es ein System geben, mit dem man nur das zahlt, was man nutzt – es wird sogar möglich sein, nur in dem Café zu sitzen und die Atmosphäre zu genießen.

Wo sollen denn die Gäste herkommen?

Das Schwapp mit all seinen Möglichkeiten hat bisher rund 300.000 Besucher pro Jahr angezogen. Nur im Landkreis Oder-Spree übernachten pro Jahr 600.000 Gäste – Berlin liegt direkt vor der Tür. Eine Attraktion wie diese zieht auch noch Gäste an, die mehr als 500 km entfernt leben (vgl. Freizeitparks oder Karls Erdbeerhof).