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Durchführung des Programms STÄRKEN vor Ort in Fürstenwalde 2009-2011
Die Stadt Fürstenwalde/Spree beteiligte sich von 2009 an bis zum Auslaufen Ende 2011 am Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union kofinanziert wird. Zur Umsetzung wurde eine Lokale Koordinierungsstelle eingerichtet und ein Begleitausschuss berufen. Der Ausschuss setzte sich aus verschiedenen Akteuren Fürstenwaldes zusammen, die die Strategien entwickelten, über die Projektanträge abstimmten und den Verlauf des Programms begleiteten. Auf der Grundlage eines Lokalen Aktionsplanes konnten interessierte Träger ihre Ideen und Konzepte bei der Koordinierungsstelle anmelden. Durch einen externen Projektberater wurde die notwendige Unterstützung bis zur Abstimmungsreife gegeben. Das hat sich vor allem für neue und unerfahrene Träger, z.B. auch Einzelpersonen, bewährt. Unsere Antragsteller und Antragsstellerinnen waren Wohlfahrtsverbände, gemeinnützige Vereine, Bildungsträger, Jugendeinrichtungen, Bürgergremien und Einzelunternehmer. Die Mikroprojekte konnten bis zu einer Summe von 10.000 Euro für eine Maximallaufzeit von einem Jahr ohne Eigenanteil gefördert werden. Die inhaltliche Verantwortung bei der Umsetzung lag allein bei den Projektträgern und -trägerinnen. Das vorhandene örtliche Netzwerk bot gegenseitigen Informationsaustausch und konkrete Unterstützung an. So hatten auch Unerfahrene den Mut, Anträge zu stellen. Welche inhaltlichen Ziele wurden mit „Stärken vor Ort“ verfolgt? Jugendliche und junge Erwachsene wurden bei ihrer schulischen, sozialen und beruflichen Integration unterstützt. Ebenfalls Frauen bei ihrer sozialen und beruflichen Integration, die ein Problem beim Einstieg bzw. dem Wiedereinstieg in das Erwerbsleben haben. Das Programm sollte keine „Jobmaschine“ sein, sondern Kompetenzen erhöhen, neue Wege eröffnen, Stabilität schaffen und niedrigschwellig Hilfe gewähren. Die jährlich mehr als 10 Mikroprojekte arbeiteten überaus erfolgreich. Das lag in erster Linie am hohen Engagement zahlreicher Akteure vor Ort und der Attraktivität ihrer Angebote. Daneben gehörte zur Strategie auch die Verbesserung der sozialen Infrastruktur für Jugendliche, junge Erwachsene und Frauen durch lokale Aktivierung und Kooperation. Ein wichtiges Kennzeichen der Programmumsetzung war das unterstützte Bemühen um Selbsthilfe der Beteiligten. Es ging also nicht um ein Angebot des passiven Annehmens. So bleibt auch nach Ende der Mikroprojekte eine Stärkung der Jugendlichen, Alleinerziehenden, langzeitarbeitslosen Frauen, Migranten und Migrantinnen und von Benachteiligungen Betroffenen.
Die Stadt Fürstenwalde/Spree mit ihrer Lokalen Koordinierungsstelle und der Begleitausschuss bedanken sich bei allen, die sich bei STÄRKEN vor Ort in den letzten 3 Jahren engagiert haben und zum Erfolg beigetragen haben.