Projekt 3: Antigewalttag 2015

Schon zum 15. Mal wurden am 25. November auf Initiative von TERRE DES FEMMES, einer internationalen Menschenrechtsorganisation, Fahnen und Banner mit der Aufschrift „Nein zu Gewalt an Frauen“ gehisst. Im vergangenen Jahr beteiligten sich fast 1.000 Städte und Gemeinden im deutschsprachigen Raum und machten mit den blauen Fahnen mit der Aufschrift „Frei leben – ohne Gewalt“ darauf aufmerksam, dass rund ein Viertel aller Frauen im Laufe ihres Lebens sexualisierte und/oder körperliche Gewalt erfahren muss.

 

Die Stadt Fürstenwalde beteiligt sich seit Anbeginn an dieser bundesweiten Aktion. Bemerkenswert an der diesjährigen Aktion war die auffallend starke Beteiligung von Abgeordneten und auch von weiteren Männern. Gleichstellungsbeauftragte Anne-Gret Trilling betonte, wie wichtig es ist, Männer als Unterstützer für das Thema häusliche Gewalt zu sensibilisieren und zu gewinnen.  

 

Fahne hissen

 

 

Wie wichtig es ist, dieses Thema im öffentlichen Bewusstsein zu verankern, zeigen auf die Beratungs- und Belegungszahlen des Fürstenwalder Frauenhauses. Im letzten Jahr wurden 242 Beratungsgespräche durchgeführt, 14 Frauen mit 17 Kindern fanden im Laufe des Jahres Unterkunft im Haus. Im Jahr 2015 wurden bislang 130 Frauen beraten, 9 Frauen mit 9 Kindern fanden ein Zuhause, 19 Frauen mit 26 Kindern mussten abgewiesen werden.

 

In diesem Jahr wird das Anliegen „Nein zu Gewalt an Frauen“ in besonderer Weise durch das Filmtheater Union unterstützt. Vom 14. bis zum 28. November läuft vor dem Hauptfilm ein Werbespot des Bundesverbandes der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe bff.

 

  Kino
    Daniela Weidemann, Leiterin des Fürstenwalder Frauenhauses (links und Gleichstellungsbeauftragte Anne-Gret Trilling übergeben Michael Güll, Chef des Fürstenwalder Filmtheaters Union einen Aufsteller zum Antigewalttag.
     

 

Der von der renommierten Werbeagentur Young & Rubicam entwickelte Spot hinterlässt eine Gänsehaut und rüttelt auf. „Wir halten das für ein wichtiges Thema und haben das Anliegen des Antigewalttages gern mit unseren Mitteln unterstützt“, so Michael Güll, Chef des Filmtheaters Union. Gleichstellungsbeauftragte Anne-Gret Trilling bedankte sich ausdrücklich für diese öffentlichkeitswirksame Aktion, die in diesen beiden Wochen hoffentlich viele Fürstenwalderinnen und Fürstenwalder erreicht. „Damit nicht nur Betroffenheit übrig bleibt, sondern Frauen in Not auch handeln und etwas ändern können, haben wir unsere Fürstenwalder 24-Stunden-Notrufnummer am Ende des Films eingeblendet“, so Gleichstellungsbeauftragte Anne-Gret Trilling. Dank des Einsatzes der Mitarbeiterinnen des Frauenhauses ist die Notrufnummer kontinuierlich 7 Tage die Woche und 24 Stunden erreichbar.