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Die Plattform gegen Rechts, der evangelische Kirchenkreis Fürstenwalde-Strausberg und die Stadt Fürstenwalde rufen auf zur bereits traditionellen Gedenkveranstaltung in Erinnerung an die Novemberpogrome 1938. Diese eskalierten in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 und bildeten den Übergang von der Verfolgung zur existentiellen Vernichtung der Juden in Deutschland.
In dieser Nacht zog in ganz Deutschland ein aufgehetzter Nazi-Mob durch die Straßen und wütete gegen alles, was Juden gehörte oder ihnen heilig war. Es wurden Schaufenster jüdischer Geschäfte zertrümmert und ihre Einrichtungen zerstört, Wohnungen jüdischer Bürger wurden demoliert und die Bewohner misshandelt.
Ergebnis: mindestens 400 Tote, ungezählte Verletzte, Zerstörung von ca. 2680 Gottes- und Gemeindehäusern und 7.500 Geschäften, Wohnungen und Friedhofskapellen, Verschleppung von mehr als 30.000 männlichen Juden in Konzentrationslager.
So etwas darf nie wieder passieren! Wir wollen uns erinnern und laden ein zum gemeinsamen Gedenken!
Programm:
18.00 Uhr Andacht im Dom
18.30 Uhr Lichtermarsch vom Dom durch die Innenstadt zum jüdischen Friedhof mit Gedenkminuten an Stolpersteinen
Bitte Kerzen oder Lampions mitbringen!
20.00 Uhr Filmtheater Union zeigt in einer Kooperationsveranstaltung mit der Kulturfabrik den österreichisch-deutschen Film „Comedian Harmonists“
Angebot der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde:
19.30 Uhr in der Domnotkirche, Geschwister-Scholl-Str.4
Gesprächsabend zum Thema: Marc Chagall zur Pogromnacht 1938 „Die weiße Kreuzigung“.
Musikalische Umrahmung: Jiddische Lieder, gespielt von Friedrich Stachat