Kinder, Schüler und Senioren, Frühling, Sommer, Herbst und Winter – so doppeldeutig ist der Name „Park der Jahreszeiten“, denn es geht sowohl um die Lebensalter wie auch um die kalendarischen Jahreszeiten.
Was mit Planungsworkshops mit Schülerinnen und Schülern vom Katholischen Gymnasium im Januar 2008 begann, dann mit Rundgängen mit Kitakindern und Senioren der angrenzenden Einrichtungen, künstlerischen Wettbewerben und Bürgerversammlungen fortgeführt wurde, ist nun, nach ca. 9 Monaten Bauzeit, vollendet. Für rund 590.000 € ist eine bemerkenswerte innerstädtische Grünanlage zu neuem Leben erwacht, die entsprechen der Leitlinie „Fürstenwalde – lebenswert für Generationen“ umgestaltet und neu angelegt wurde. 400.000 € kamen dafür aus dem EFRE-Programm „Nachhaltige Stadtentwicklung“, das Land Brandenburg steuerte 40.000 € bei und die Stadt Fürstenwalde rund 150.000 €.
Mit dem Park der Jahrezeiten wurde ein wesentliches Projekt aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEK) realisiert und ein weiterer Baustein des Konzepts der bespielbaren Stadt umgesetzt. Das ca. 30.000 m² große Gelände des ehemaligen Friedhofs, eine lange Jahre verwilderte Anlage, wurde auf diese Weise den Bürgerinnen und Bürgern zurück gegeben.
Leitthema für die Gestaltung sind die vier Jahreszeiten, zugleich Symbol des Laufs des Lebens eines Menschen. Das Thema spielt sich auch in der Gestaltung der Plätze, in der Materialauswahl, in der Bepflanzung und in den Ausstattungen wider. Die Skulpturen des Fürstenwalder Künstlers Werner Menzel nehmen das Leitthema des Parks auf.
Das zentrale Element ist der Rundweg, der die Abschnitte des Parks zusammenhält. Die wertvollen alten Bäume konnten im wesentlichen erhalten werden, außerdem wurden noch 11 neue gepflanzt sowie 9.000 Blumenzwiebeln für Frühblüher gesteckt. Die Pflanzen gliedern die Flächen und betonen die jahreszeitlichen Abfolgen wie Blüte, Austrieb, Fruchtbildung und Laubfärbung.
Viele Angebote sind Ergebnis der Wünsche der Schülerinnen und Schüler sowie der Anwohner und Senioren aus der Umgebung. So wechseln sich Ruhezonen mit sieben Spielpunkten ab, die im übrigen von Alten und Jungen gleichermaßen benutzt werden dürfen. Außerdem wurden neben den klassischen Parkbänken auch spezielle Jugendbänke aufgestellt und drei Hundetoiletten installiert. Eine Tafel des Fürstenwalder Wegeleitsystems informiert über die Geschichte des Areals.
Am Samstag, dem 8. Mai 2010 wird der Park um 14 Uhr mit einem Fest eröffnet. Herzlich eingeladen sind alle Fürstenwalderinnen und Fürstenwalder. Der neue Fürstenwalder Bürgermeister Hans-Ulrich Hengst freut sich, an diesem Tag den Brandenburger Bau- und Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger in Fürstenwalde begrüßen zu können, dessen Haus den Löwenanteil der finanziellen Mittel bereitgestellt hat.
Kinder haben eine Performance am „Drehding“ vorbereitet, das Spielmobil ist vor Ort und Clownin Florentine führt durch das Programm. Zu einer Parkführung laden Landschaftsarchitektin Petra Edel und der Künstler Werner Menzel um 15 Uhr ein. Um 15.30 Uhr zeigt die Seniorentanzgruppe, wie flott es im „Herbst des Lebens“ zugehen kann. Und um 16 Uhr werden die Gewinner des Preisrätsels bekannt gegeben. Es winken Gutscheine vom Schwapp und vom Heimattiergarten sowie Rad- und Wanderkarten. Schülerinnen und Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums haben einen Kuchenbasar vorbereitet, Kaffee und kalte Getränke werden ebenfalls angeboten.
Um die schöne Parklandschaft auch nachhaltig zu erhalten, haben Schülerinnen und Schüler des benachbarten Geschwister-Scholl-Gymnasiums eine Patenschaft für die Pflege ihres Pausentreffs im Park übernommen.