Mit Schreiben vom 7. Juni 2010 teilt das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg der Stadt Fürstenwalde mit, dass „eine Aufnahme der Stadt Fürstenwalde in das Stadtumbauprogramm 2010 nicht befürwortet werden“ kann.
„Das schmerzt uns besonders“, so Fachbereichsleiter Stadtentwicklung Jörg Ihlow, denn Fürstenwalde habe in den Jahren 2010 bis 2017 mit dem geförderten Abriss von 559 Wohneinheiten gerechnet. Auch wenn die Bevölkerungsentwicklung für Fürstenwalde bis zum Jahr 2020 wieder leicht nach oben korrigiert wurde und damit der Abrissbedarf längst nicht so drängend sei wie in anderen Städten, habe man jedoch inhaltlich voll auf das Programm gesetzt, aus dem nicht nur der Abriss, sondern auch Aufwertungsmaßnahmen finanziert werden.
Im laufenden Jahr seien bereits Maßnahmen im Gesamtwert von 693.000 € bewilligt worden, unter anderem für das Projekt Wohnen 50+ im Haus Schwan an der Dr.-Wilhelm-Külz-Straße. „Aber ca. 250.000 € fehlen uns dieses Jahr, die wir nicht an die Wohnungsgesellschaften weiterreichen können“, bedauert Jörg Ihlow die Entscheidung des Ministeriums. Betroffen seien davon voraussichtlich u.a. die Gestaltung des Altstädter Platzes sowie Abrissarbeiten im Ziolkowski-Ring in Nord sowie im Paul-Frost-Ring in Süd.
„Das Ministerium hat uns aber in Aussicht gestellt, ab dem Programmjahr 2011 wieder dabei zu sein“, meint Jörg Ihlow. „Wir werden gemeinsam mit den Wohnungsgesellschaften unsere Hausaufgaben machen und überzeugende Argumente liefern, damit Fürstenwalde wieder vom Stadtumbauprogramm profitieren kann“, so Ihlow.