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Am 9. Dezember 2010 wird die fünfte Tafel des Projekts „FrauenOrte im Land Brandenburg“ in Fürstenwalde enthüllt, die an die Reformpädagogin und Lehrerin Clara Grunwald erinnert.
Ziel des Projekts „FrauenOrte im Land Brandenburg“ ist es, bekannte, aber auch unbekannte Frauen zu würdigen, die ihrer Zeit voraus waren, die emanzipatorisch auf politischem, wissenschaftlichem, sozialem oder kulturellem Gebiet gewirkt haben und deren Erbe nicht in Vergessenheit geraten soll.
Auf Initiative der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Fürstenwalde Anne-Gret Trilling wurde Clara Grunwald vorgeschlagen, die in ihren letzten Lebensjahren in Fürstenwalde und Umgebung wirkte. Clara Grunwalds Lebensziel war schon in frühen Jahren, Lehrerin zu werden. Sie arbeitete nach den Methoden der italienischen Reformpädagogin Maria Montessori und verbreitete diese pädagogische Richtung in Deutschland. Nach 1933 wurde ihr, weil sie Jüdin war, die Lehrerlaubnis für öffentliche Schulen entzogen. Ab 1941 unterrichtete sie jüdische Kinder und Jugendliche in Neuendorf am Sande in der Nähe von Fürstenwalde und wurde im April 1943 mit ihnen nach Auschwitz deportiert.
Die Enthüllung der Tafel im Gedenken an Clara Grunwald findet statt am
Donnerstag, dem 9. Dezember 2010 um 17.30 Uhr
direkt am Bahnhof Fürstenwalde, Am Bahnhof 1.
Achim Kiesewetter begrüßt die Anwesenden mit einem Klezmer-Stück. Es sprechen kurze Worte des Gedenkens: Bürgermeister Hans-Ulrich Hengst, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Fürstenwalde Anne-Gret Trilling, sowie Sabina Scheuerer, Vertreterin des Frauenpolitischen Rats Land Brandenburg und Mitinitiatorin der Frauenorte.
Das Projekt des Frauenpolitischen Rates Land Brandenburg findet im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2010 „Mut & Anmut. Frauen in Brandenburg - Preußen“ statt. Es wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Brandenburg.