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Seeadler dürfen hoffen: Jagd mit bleifreier Munition wird angestrebt

Seit etwa 10 Jahren brütet nachweislich der Seeadler im Stadtwald Fürstenwalde. Diese Adlerart ist uns damit anvertraut und verdient unseren besonderen Schutz.

Zur Diskussion „Bleivergiftung bei Seeadlern“ sei folgendes gesagt. Es ist heute erwiesen, dass etwa 1/4 aller verendeten Seeadler in Deutschland an einer Bleivergiftung gestorben sind. Bei 24 untersuchten Seeadlern wurden Metallreste im Magen festgestellt. Dabei handelte es sich dreimal um Bleischrott und einundzwanzigmal um Bleisplitter aus Teilmantelgeschossen.
Dieser Umstand ist kein Schicksal, denn es gibt mittlerweile bleifreie Patronen und Geschosse.

Übrigens: An Gewässern in Brandenburg ist die Jagd mit Bleischrot ohnehin verboten.

Wer nicht sofort auf bleifreie Geschosse umsteigt, muss zumindest den Aufbruch, d.h. die Innereien der Tiere, vergraben oder schadlos beseitigen. Bei den großen Ansitzdrückjagden werden die Reste der Kadaver in Tonnen gesammelt und einer Verwertung zugeführt.

Auf der Einzeljagd im Stadtwald Fürstenwalde wird schon jetzt bleifreie Munition empfohlen. „Zukünftig können wir uns vorstellen, bei der Jagd grundsätzlich bleifreie Munition zu verwenden“, so Stadtforstmeister Thomas Weber. Dies würde dann auch allen im Fürstenwalder Stadtforst agierenden 40 Jägern vorgeschrieben.

Pressemitteilung vom 03.03.2009, abgelaufen am 31.03.2009, Autor: Anne-Gret Trilling