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Schon seit Beginn der Arbeit des Fürstenwalder Frauenhauses im Jahr 1992 gab es einen großen Wunsch: Ein Auto. „Wir haben zahlreiche Wege mit den Frauen zu erledigen, kurzfristig Sachen aus der Wohnung abzuholen, zu Ämtern im Landkreis zu begleiten oder auch zu helfen, wenn die Frau sich trennt und ein Umzug ansteht“, erläutert Gertraud Preußner, die Leiterin des Frauenhauses, den dringlichen Bedarf. Nun ist es endlich möglich wesen, einen Kleinwagen anzuschaffen.
Die Hälfte der ca. 9.000 € Anschaffungskosten hat das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie aus Lottomitteln beigesteuert. Die anderen 4.500 € sind Personalkosten des Jahres 2007, die nicht ausgegeben wurden, weil Gertraud Preußner lange krank war. „So liegt in jedem Problem noch ein Gutes“, freut sich Gleichstellungsbeauftragte Anne-Gret Trilling, die noch die Winterreifen extra spendiert hat. Auch der Landkreis habe aus dem Topf der Gleichstellungsbeauftragten Wanda Nikulka einen Zuschuss geleistet. Außerdem hat das Autohaus Kuchenbecker für den Kia Picanto einen besonders fairen Preis gemacht.
Die Akteurinnen freuen sich, dass sich damit die Arbeit des Hauses wesentlich verbessert und nun auch eine mobile Beratung im Landkreis angeboten werden kann. So werden in Zukunft Sprechzeiten in Orten wie Storkow, im Amt Scharmützelsee, in Steinhöfel, in Tauche oder Weichensdorf angeboten. Mit weiteren Amtsdirektoren, Bürgermeistern und Projektträgern sein man im Gespräch, meint Christine Hochmuth, die seit dem 1. Juli eine Kombi-Lohnstelle hat und sich um den Aufbau der mobilen Beratung kümmert.
„Die Hemmschwelle, eine Beratungsstelle aufzusuchen, ist immer noch groß. Nach der Tanzgruppe ins Gespräch zu kommen, ist aber ganz leicht“, erläutert Gertraud Preußner das Konzept. Sie freue sich über offene Ohren und viel Zuspruch. Das Thema Häusliche Gewalt hat viele Facetten und gerade im ländlichen Raum zeichnet sich schon jetzt enormer Bedarf ab. Darin sind sich die Gleichstellungsbeauftragten Trilling und Nikulka einig. „Da kommt das Auto gerade recht“, meint Gertraud Preußner erleichtert.