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Auf die Frage: „Was würde ich tun, wenn ich Macht hätte?“ antworteten Fürstenwalder Jugendlichen in einer ersten Umfrage u.a.:
· Öl- und Spritpreise verringern
· mehr Wände für Graffiti
· Umfeld verschönern
· Steuern abschaffen
· umweltfreundlichere Verpackungen
· verstärkte Zollkontrollen
Diese und weitere Anregungen gingen bei Sandra Lüdtke ein. Sie ist Studentin an der Korczak-Schule und beschäftigt sich im Rahmen eines Praktikums an der 1. Oberschule mit dem Thema Wahlen, das Stadtjugendpflegerin Sabine Wilhelm seit längerem beschäftigt. Schon bei der Bundestagswahl 2005 habe es im Vorfeld eine Jugendwahl gegeben, mit der man erste Erfahrungen gesammelt habe.
Die Idee der Jugendwahl ist, Kinder und Jugendliche an das demokratische Procedere einer Wahl heranzuführen, auch wenn sie selbst noch unter 18 Jahre sind und deshalb noch nicht am regulären Urnengang teilnehmen dürfen.
Ziel ist es einerseits, Kinder und Jugendliche für politische Teilhabe zu interessieren und zu motivieren, an Wahlen teilzunehmen. Andererseits sollen sich auch Politikerinnen und Politiker stärken mit den Rechten von Kindern und Jugendlichen auseinandersetzen und die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in ihre Entscheidungen einbeziehen. Für die Kinder- und Jugendeinrichtungen bietet die Teilnahme an der Kommunaljugendwahl die Möglichkeit, mit ihren Nutzern einmal mehr über politische Themen ins Gespräch zu kommen.
In diesem Jahr wird die Kommunaljugendwahl am Mittwoch, dem 17. September 2008, durchgeführt. Zahlreiche Einrichtungen von der Schule bis zum Jugendclub haben sich bereits bereiterklärt, als Wahllokal zu fungieren. An diesem Tag schließen die Wahllokale um 18 Uhr. Jugendliche werden die Auszählung der Abstimmungszettel entweder vor Ort in ihrem Wahllokal oder im Wahlzentrum zentral vornehmen. „Es ist hier wie bei einer richtigen Wahl. Es gibt vorbereitete und einheitliche Wahlunterlagen, eine Wahlurne steht zur Verfügung und selbstverständlich eine Wahlkabine, so dass man ungestört und geheim abstimmen kann“, erläutert Ivette Linde, Schulsozialarbeiterin an der 1. Oberschule, die ebenfalls ein Wahllokal einrichten wird.
Wer sich noch an der Aktion beteiligen möchte, wendet sich an
Die Ergebnisse der Wahl werden im Internet veröffentlicht und spielen sicher vor den Kommunalwahlen am 28. September 2008 eine wichtige Rolle in der Diskussion zwischen Jugendlichen und angehenden Kommunalpolitikern.