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Sprechstunde des Landesbeauftragten für Stasi-Unterlagen vor Ort in Fürstenwalde

Das Ministerium des Innern des Landes Brandenburg bietet in Zusammenarbeit mit dem Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (LStU) Beratungen zum Thema Rehabilitierung von SED-Unrecht an. Dazu wird Reinhard Schult als Mitarbeiter des Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (LStU) am

Dienstag, dem 22. Januar 2008 in der Zeit von 11 bis 17 Uhr

in der Stadtverwaltung Fürstenwalde, Eingang Schulstraße, 2. Etage, Raum 224, zur Beratungsgespräche zur Verfügung stehen.

Die Beratung betrifft folgende Gebiete:

Das Strafrechtliche Rehabilitierungsgesetz (StrRehaG) bietet die Möglichkeit, Menschen, die aus politischen Gründen in Haft waren, zu rehabilitieren. Entschädigungsleistungen und rentenrechtliche Besserstellung wären die Folge. Letztendlich kann eine Opferrente dem helfen, der mindestens 6 Monate zu Unrecht in Haft war.

Das Berufliche Rehabilitierungsgesetz (BerRehaG) bietet die Möglichkeit der Rehabilitierung für Menschen, die aus politischen Gründen Ihren Beruf aufgeben mussten. Auch hier wären die rentenrechtliche Besserstellung und Ausgleichsleistungen möglich.

Das Verwaltungsrechtliche Rehabilitierungsgesetz (VwRehaG) eröffnet die Möglichkeit, Verwaltungsentscheidungen, die der politischen Verfolgung gedient haben, überprüfen zu lassen. Das VwRehaG erfasst auch Personen, die ihr Leben infolge von Übergriffen der Polizei und anderer Einsatzkräfte bei der Niederschlagung des Aufstandes vom 17. Juni 1953 im Beitrittsgebiet ohne Gewahrsamsnahme und Verurteilung verloren haben. Deren nächste Angehörige können heute Unterstützungsleistungen beantragen. Eine Opferrente wird Verfolgten gewährt, die mindestens 6 Monate zu Unrecht in Haft waren.

Zusätzlich nimmt der Mitarbeiter des LStU Anträge auf Einsicht in die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR entgegen und berät zu Fragen, die zu diesem Thema auftauchen.

Sollten Interessierte zu diesem Termin verhindert sein, so können Sie sich auch wenden an:

Rehabilitierungsbehörde im Ministerium des Innern

Frau Barbara Radtke
Telefon: ((0331)) 866–2398
zur eMail

Pressemitteilung vom 16.01.2008, abgelaufen am 22.01.2008, Autor: Anne-Gret Trilling