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Dass jede vierte Frau im Laufe ihres Lebens Opfer von Gewalt wird, ist eine Tatsache, die Experten bekannt ist. In der öffentlichen Wahrnehmung spielt dies aber selten eine Rolle. Dabei sind ca. 20 Prozent der Arbeitsausfälle von Frauen auf häusliche Gewalt zurückzuführen, schätzen Experten.
Fürstenwalder Frauen können in solchen Fällen auf ein funktionierendes Netzwerk von Beratungs- und Hilfsangeboten zurückgreifen. Seit 1992 existiert ein Frauenhaus – jetzt Kontakt- und Beratungsstelle mit angeschlossener Zufluchtswohnung. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Anlaufstellen, die Hinweise geben und zu Profis weitervermitteln. Um den schon bestehenden Kontakten neue fachliche Impulse zu geben und neue Arbeitsbeziehungen zum Wohle der Betroffenen zu knüpfen, laden das LOS Projekt der pro familia Beratungsstelle Fürstenwalde gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten Anne-Gret Trilling ein zu einem Fachtag am Donnerstag, dem 10. April 2008. Der Fachtag „Häusliche Gewalt – Handlungs- und Kooperationsmöglichkeiten“ findet von 9.30 Uhr bis ca. 17 Uhr in der RAG Bildung, Julius-Pintsch-Ring 17, 15517 Fürstenwalde, statt.
Nach der Begrüßung durch die Organisatoren und einem Grußwort des Schirmherren der Veranstaltung Bürgermeister Manfred Reim sowie der verantwortlichen Referentin im MASGF Tatjana Böhm folgen zwei Fachvorträge zu den Themen „Interventionsprojekte als Präventionsarbeit“ sowie „Häusliche Gewalt als Thema in ländlichen Gebieten“. Nach der Mittagspause schließt sich die Arbeit in fünf thematischen Workshops an. Dabei geht es um Kinder als Opfer häuslicher Gewalt, um die spezielle Situation von Migrantinnen und Migranten, um Täterarbeit als präventives Handlungsfeld sowie um die psychologischen Dynamiken einer Gewaltbeziehung.
Das komplette Programm und das Anmeldeformular:
Flyer Fachtag Häusliche Gewalt
Die Teilnehmergebühr beträgt 10 € inklusive Mittagessen und weiterführender Informationsmaterialien. Anmeldungen bis zum 14. März sind zu richten an: