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Am kommenden Samstag werden 500 Rosen von Frauen des Fürstenwalder Frauennetzwerks verteilt. Auf der Straße, vor Geschäften, am Bahnhof erhalten Frauen das Programmheft zur Frauenwoche und eine ganz besondere Rose.
„Es handelt sich um eine fair gehandelte Rose“, erläutert Gabi Moser vom “EineWeltProjekt” des Evangelischen Kirchenkreises Fürstenwalde-Strausberg. Gerade der Internationale Frauentag sei ein guter Anlass, Blumen nicht nur zu verschenken, sondern auch darüber nachzudenken, wie und unter welchen Bedingungen sie produziert werden.
Blumenarbeit ist Frauenarbeit – über Kontinente hinweg. Immer mehr Schnittblumen stammen aus großen Plantagen in Afrika und Lateinamerika, im Winter kommt nahezu jede zweite Schnittblume aus einem afrikanischen oder lateinamerikanischen Land. Auf den Blumenfarmen sind 200.000 Menschen beschäftigt, zu zwei Drittel Frauen. Sie erhalten meist nur Hungerlöhne und keine festen Arbeitsverträge. Ein massiver Pestizideinsatz gefährdet ihre Gesundheit. Doch die Blumen-Frauen brauchen ihre Arbeitsplätze, oft sind sie allein erziehende Mütter.
Schon seit 1990 setzen sich Organisationen wie Brot für die Welt und terres des hommes in der Blumen-Kampagne für eine Blumenproduktion ein, die Menschenrechte und Umweltschutz garantiert. Seit 1999 gibt es auf Initiative von Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften, Kirchen, Blumenproduzenten und Blumenfachhändlern das Flower Label Program (FLP). Das Programm beinhaltet den „Internationalen Verhaltenskodex für die sozial- und umweltverträgliche Schnittblumenproduktion“ und sorgt in Afrika und Lateinamerika für eine menschenwürdige und umweltschonende Blumenproduktion. Im FLP arbeiten die Blumen-Kampagne und die Gewerkschaft IG BAU gemeinsam mit Floristen und Importeuren zusammen. Um das Gütesiegel des FLP zu erhalten, müssen die produzierenden Farmen folgende Kriterien erfüllen, die unabhängig und regelmäßig überprüft werden:
· Keine Diskriminierung von Frauen
· Existenzsichernde Löhne und Mutterschutz
· Verbot von Kinderarbeit
· Gewerkschaftsfreiheit
· Gesundheits- und Arbeitsschutz
· Verbot hochgiftiger Pestizide
· Verantwortlicher Umgang mit natürlichen Ressourcen
Eine solche fair gehandelte Rose erhalten Fürstenwalder Frauen zum Frauentag. Fragen Sie in den Blumenläden danach! Die Nachfrage bestimmt das Angebot und die Preise – Fairness blüht auf!
Mehr Infos zum Flower Label Program und zur Blumenkampagne unter http://www.fairflowers.de und unter http://www.fian.de