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Fürstenwalde bekennt Farbe! Tunnel wird Graffiti-Kunstwerk

Alle Kinder und Jugendliche sind aufgerufen Zeichnungen, Collagen, Fotos, Texte, Gedichte über ihre Stadt Fürstenwalde einzureichen. Bis zum 15. Juni 08 besteht die Möglichkeit an einem Wettbewerb teilzunehmen. Die Entwürfe sollen bleibendes Dokument eigener Identifikation mit dem Lebensort sein. Ein weiterer Ort sichtbarer Vielfalt entsteht!

Die Jugendbasis alpha1 und LaiV beim Verein für Jugendhilfe und Sozialarbeit hat beim Bundesprogramm ‚Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie’ ein Graffiti – Projekt entwickelt.

Graffiti – eine Jugendbewegung, kulturübergreifend und über ethnische Grenzen hinweg Ausdruck eines Lebensgefühls einer ganzen Generation als Medium, aber auch eine Sprache in Bildform. Sie zeigt zusammengefasst ein Panoramabild der Probleme und Befindlichkeiten der Jugendlichen.

In Workshops sollen mehrere Graffiti- und Hip-Hop-Workshops für die Jugendlichen Fürstenwaldes stattfinden. Lebens- und Erlebnisstile finden ihren Ausdruck in Musik, Mode und in diesen Umgangsformen. Sie überwinden Sprachgrenzen. Die von den Vorbildern gelebten Verhaltensmuster bieten ein ideales Erprobungsmuster zur Auseinandersetzung mit den von der Gesellschaft produzierten und propagierten Werten.

Unter der Anleitung der KMA ‚Kreuzberger Musikalische Aktion e.V.’, als Erfahrende Programmgestalter, werden die besten Ideen umgesetzt und zur Ausgestaltung des Rad- und Gehwegtunnels in Fürstenwalde verwendet. Die Stadt Fürstenwalde begrüßt die Aktion und unterstützt das Vorhaben als eine weitere Möglichkeit zur Identifikation mit der Stadt. Ein Gesamtkunstwerk dieser Größe wird mehr als nur ein Zeichen für Weltoffenheit und Vielfalt sein.

Eine Jury, unter Beteiligung von Bürgermeister Reim, wird nach Eingang der Ideen eine Auswahl der besten Entwürfe prämieren. Die Ergebnis werden auf der großen Tunnelkunstwerkeröffnung vor den Sommerferien zu sehen sein.

Mit Projekten dieser Art reiht sich Fürstenwalde mit ihrem Lokalen Aktionsplan in das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgelegte Programm ‚Vielfalt tut gut’ ein. In der ersten Programmphase seit 2007 ist es bundesweit an 90 Standorten in Form von Lokalen Aktionsplänen installiert.

Das auf Dauer angelegte Bundesprogramm wird jährlich mit 19 Mio. Euro gefördert und soll Verständnis für gemeinsame Grundwerte und kulturelle Vielfalt entwickeln helfen, die Achtung der Menschenwürde fördern und jede Form von Extremismus, insbesondere den Rechtsextremismus bekämpfen.

Das Programm will präventivpädagogisch wirken, also bewusstseinsbildend sein und eine langfristige Wirkung erzielen. Eine Stärkung der demokratischen Strukturen vor Ort soll durch die Förderung der Lokalen Aktionspläne erfolgen.

Setzen wir – alle Künstler : Große und Kleine – ein Zeichen!
Für ein Tolerantes Fürstenwalde, gegen Fremdenfeindlichkeit!

Die Entwürfe sind bei der
Jugendbasis alpha1
Geschwister-Scholl-Strasse 16
15517 Fürstenwalde
einzureichen.

Mehr Informationen auch bei:
Lokale Koordinierungsstelle "Vielfalt tut gut!"

Rui Wigand
Am Markt 4-6
15517 Fürstenwalde
Telefon: (03361) 557-163
zur eMail

Pressemitteilung vom 24.04.2008, abgelaufen am 15.06.2008, Autor: Anne-Gret Trilling