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Die Spreeuferpromenade ist ein beliebter Treff der Fürstenwalderinnen und Fürstenwalder geworden. „Ich bin ein Spreeuferfan“, so steht es auf den Schildern, die bei der Einweihung Anfang Juni aufgestellt wurden und für Toleranz und gegenseitige Rücksichtnahme werben. „Dies ist nicht unsere erste Maßnahme“, betont Bürgermeister Manfred Reim. Schon seit ca. eineinhalb Jahren beobachte man die Entwicklung am Spreeufer, Polizei und Streetworker seien in den Prozess einbezogen.
Leider scheinen die pfiffigen Schilder keinen Erfolg gehabt zu haben. Seit Wochen klagen Anwohner über Ruhestörungen in den Abend- und Nachtstunden. Dreck sammle sich infolge der nächtlichen Gelage direkt vor ihren Türen und Fenstern.
Die Stadt hat sich nach Absprache mit Revierpolizisten und Anwohnern entschlossen, am morgigen Freitag einen Bauzaun um die Aussichtsplattform zu stellen, die der Wohnbebauung am nächsten liegt. Damit wird die Benutzung der Plattform unmöglich. Der Bauzaun signalisiert: Betreten verboten. Sollte dies dennoch versucht werden, handelt es sich um Hausfriedensbruch und wird geahndet. Dieser Bauzaun solle dort einige Wochen stehen und so die Konflikte an dieser Stelle entschärfen. Um den Passanten diese bedauerliche Zwischenlösung zu erklären, wird ein Plakat mit folgendem Text aufgehängt:
„Dieser Rastplatz ist gesperrt, weil einige rücksichtslose Menschen ihm missbrauchen.“
„Es ist extrem bedauerlich, dass wir zu solch drastischen Maßnahmen greifen müssen“, meint Reim. Das Spreeufer als Erholungszone solle einladend und gastlich für alle sein. „Schade, dass dies einige nicht verstehen.“ Als Ausweich biete man nun einen Platz am Spreeufer Richtung Spreemühle an.